Die Reinigung von Hartböden

Die Reinigung von Böden ist eine eigene Wissenschaft, denn Boden ist nicht gleich Boden. In den letzten Jahren hat sich eine enorme Vielfalt an unterschiedlichen Hartbodenbelägen entwickelt, die ihre individuellen Erfordernisse in Bezug auf Reinigung und Pflege haben. Der nachfolgende Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Reinigung von Hartböden.

Welche Hartböden gibt es?

Unter einem Hartboden werden alle Bodenarten verstanden, die aus harten und starren Materialien bestehen. Dazu zählen beispielsweise Kautschuk, Keramik- und Steinfliesen, Kork, Laminat, Linoleum, Natursteinböden, Parkett und Vinyl. Hartböden, vor allem Parkett und Laminat, sind nicht nur in Wohnräumen besonders beliebte Bodenbeläge, sondern werden heutzutage auch in Büros, Geschäften und sonstigen Gewerbeflächen häufig verlegt. Hartböden sind grundsätzlich sehr pflegeleicht. Sie sind aber auch anfällig für Kratzer, Schrammen und Dellen, die bei der Reinigung entstehen können.

Worauf muss man bei der Reinigung von Hartböden achten?

Das große Spektrum an Hartbodenbelägen erfordert ein unterschiedliches Vorgehen bei der Reinigung der verschiedenen Belagsarten. Bei der Reinigung aller Hartböden gilt jedoch: Zuerst saugen, dann wischen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass kleine Steine beim Wischen Kratzer im Boden verursachen.

Bei der Reinigung von Laminat muss darauf geachtet werden, dass der Boden nicht zu feucht wird. Laminat kann bei zu hoher Feuchtigkeit aufquellen. Ein Laminatboden sollte deshalb nur trocken gesaugt oder gefegt werden. Bei einer feuchten Pflege wird das Laminat idealerweise direkt im Anschluss trocken abgewischt. Alternativ bietet sich der Einsatz eines speziellen Hartbodenreinigers an.

Parkett ist einer der empfindlichsten Hartbodenbeläge. Der Echtholzbelag kann schnell zerkratzen, wenn Dreck von außen aufgetragen wird. Zudem bekommt Parkett bei schlechter Pflege mit der Zeit einen grauen Schleier. Je nach Zustand und Versiegelung des Parketts ist der Boden unterschiedlich empfindlich gegen Feuchtigkeit. Generell sollte auch ein Parkettboden nicht zu feucht gewischt werden. Besonders bei unversiegeltem Parkett muss auf die richtige Reinigung und Pflege geachtet werden, da das Holz nicht vor äußeren Einflüssen geschützt ist. Deshalb sollte es zusätzlich mit Wachs und pflegenden Ölen behandelt werden, um es vor Feuchtigkeit zu schützen.

Bei Linoleum und Vinyl darf auf keinen Fall ein Reinigungsmittel mit einem zu hohen pH-Wert verwendet werden, da dieses die Bestandteile des Bodens angreifen kann. Auch Scheuermittel und raue Schwämme dürfen auf diesen beiden Hartbodenbelägen nicht zum Einsatz kommen. Linoleum und Vinyl sollten ebenfalls nur leicht feucht und nicht mit zu heißem Wasser gewischt werden. Wie bei Laminat kann zu viel Wasser zum Aufquellen der Fugen führen.

Fliesen und Natursteinböden zählen zu den am einfachsten zu reinigenden Hartböden. Sie können problemlos trocken gereinigt werden und sind zudem sehr robust gegenüber Feuchtigkeit. Im Unterschied zu unempfindlichen Fliesen kann es bei Natursteinböden jedoch materialspezifische Einschränkungen geben. Vor der Reinigung sollte deshalb geprüft werden, ob der Naturstein gegenüber jeglichen Reinigungsmitteln unempfindlich ist.

Welche Reinigungsmittel und Geräte kommen dabei zum Einsatz?

Für die Reinigung eines Hartbodens sind lediglich zwei Utensilien zwingend erforderlich: ein Staubsauger für die Trockenreinigung und ein Bodenwischer für die Feuchtreinigung. Beim Reinigen größerer Flächen empfiehlt sich jedoch der Einsatz eines Hartbodenreinigers.

Dieses Gerät erledigt gleich drei Aufgaben auf einen Streich, was es zu einer zeitsparenden Hilfe im professionellen Reinigungsgeschäft macht. In Schritt 1 wischt der Hartbodenreiniger den Boden zunächst feucht oder auch nass. In Schritt 2 saugt das Gerät die Verschmutzungen, die beim Wischen gelöst wurden, auf. Und in Schritt 3 trocknet der Bodenreiniger die gereinigte Oberfläche.

Hartbodenreiniger können auch auf empfindlichen Bodenbelägen eingesetzt werden. Zum einen lässt sich bei den meisten Geräten die Menge des verwendeten Wassers dosieren. Zum anderen wird der Boden sofort nach der Reinigung wieder getrocknet. So lassen sich selbst Laminatböden problemlos mit einem derartigen Gerät reinigen.

Beim feuchten Reinigen eines Hartbodens können dem verwendeten Wasser noch Reinigungsmittel zugesetzt werden. Ein Neutralreiniger eignet sich für nahezu jeden Bodenbelag. Zudem bieten viele Hersteller spezielle Reinigungszusätze für Fliesen, Kork, Laminat, Parkett und Kunststoffböden an.

Mit welchen Kosten muss man bei der Hartbodenreinigung rechnen?

Eine pauschale Antwort lässt sich nicht auf diese Frage geben. Zu unterschiedlich sind die Reinigungserfordernisse einzelner Gebäude und Fußbodenbeläge. Es ist schlichtweg unmöglich, für jedes Objekt, jeden Verschmutzungsgrad und jeden Hartbodenbelag einen genauen Arbeitsaufwand anzugeben. Fakt ist jedoch, dass bei der Reinigung von Hartböden das Wissen und die Erfahrung von Reinigungsprofis nicht ersetzt werden können. Vor allem bei stark beanspruchten Böden im gewerblichen Bereich kann nur eine professionelle Reinigungsfirma ein qualifiziertes Urteil in Bezug auf die erforderliche Reinigung und Pflege abgeben.

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